Rekorde ohne Wunderanzug. Paralympics-Feeling bei den 24. IDM Schwimmen in Berlin. Update 4

24. IDM Schwimmen 2010 in Berlin

Die 24. Internationalen Deutschen Meisterschaften im Schwimmen der Behinderten (IDM) fanden vom 17. bis 20. Juni 2010 bereits zum elften Mal in Folge in Berlin statt.

Update 4: Spitzen-Schwimmsport – erfolgreich zum Ziel ohne „Speedo“

Die diesjährigen 24. IDM Schwimmen haben nicht nur im Hinblick auf die Anzahl der gemeldeten Athleten eine neue Marke gesetzt –  sie waren ein „Festival der Rekorde“.

Das Logo der Wundermarke „Speedo – mit der Lizenz zum Siegen“ war bei diesen Schwimmwettkämpfen nicht mehr auf den Design-Schwimmanzügen der Athleten zu sehen – vereinzelt zierte es mit sportlicher Gummikappe bedeckte Köpfe. Einen technischen Vorteil brachte das aber nicht. Hier wird nach den Regeln und fair geschwommen – ohne Rekordbeschleuniger Marke „Speedo“ & Co..

Allein das hohe Leistungsniveau der Schwimmer sorgte für Erfolge, die sich sehen lassen können – und einen Vergleich mit Sportlern ohne Handicap nicht scheuen müssen. Hier geht es zur Fotostrecke der 24. IDM Schwimmen 2010 in Berlin.

Der BSB vermeldet also gute Nachrichten aus dem Schwimmsport:

614 Teilnehmer aus 141 Vereinen und Verbänden waren aus 47 Nationen angereist. Sie erzielten bei 3.000 Starts insgesamt 41 Weltrekorde.

Eine Sportveranstaltung der Superlative waren die 24. Internationalen Deutschen

Meisterschaften im Schwimmen der Behinderten, die vom 17. bis 20. Juni zum 11.

Mal in Folge in Berlin unter der Schirmherrschaft von Bundesinnenminister

Dr. Thomas de Maizière stattfanden.

Interviews und ein Video gibt es bei Radio 4 Handicaps.


614 Teilnehmer aus 141 Vereinen und Verbänden, die aus 47 Nationen angereist waren erzielten bei 3.000 Starts insgesamt 41 Weltrekorde.

Aus Deutschland nahmen 187 Aktive aus 71 Vereinen teil und schwammen 3 Weltrekorde:

Kirsten Bruhn vom PSV Union Neumünster schwamm eine neue Weltbestzeit über 50m Rücken in 00:39,54,

Christoph Burkhard vom TV Rottweil brachte es auf zwei Bestmarken: 100m Brust in 01:25,38 und 200m Brust in 03:11,51.

Als bester Berliner Nachwuchsschwimmer darf sich der 10-jährige Malte Braunschweig

vom BSV Medizin Marzahn aus Berlin mit einer Zeit von 00:39,15 über 50m

Freistil ab sofort Internationaler Deutscher Meister der D-Jugend nennen.

Auch im Hinblick auf die Nominierungen von SportlerInnen und Sportlern für weitere

internationale Veranstaltungen ist die IDM aus Berliner Sicht erfreulich verlaufen:

Ben Siara (Jahrgang 1991) und Vincent Koch (Jahrgang 1996) vom Paralympischen

Sport Club Berlin (PSC) haben sich für die IWAS (International Wheelchair & Amputee

Sports Federation) World Youth Games im August in Tschechien qualifiziert.

Christiane Reppe, Daniela Schulte, Niels Grunenberg und Daniel Schäfer vom PSC

Berlin sind für die Weltmeisterschaft im August im niederländischen Eindhoven nominiert.


Eine sehr erfreuliche Gesamtbilanz, die mit Blick auf die Schwimm-WM im August auf neue Überraschungen hoffen läßt.

Update 3 – Ein weiterer Rekord-Tag

Dr. Ralf Otto kommentiert die IDM Schwimmen

Wer die Wettkämpfe der IDM Schwimmen besucht, muss auf die neuesten Ergebnisse der Fußball-WM nicht verzichten. Die sagt Ralf Otto, der die Läufe gewohnt eloquent und professionell für die Besucher dieses nicht minder hochkarätigen Sportevents kommentiert, gleich mal mit an.

Noch bis Sonntag werden hier die Top-Schwimmer geräuschvoll angefeuert – sogar die Vuvuzela ist als Aussenseiter am Start. Ohrenbetäubender Lärm ist also nicht zu befürchten und die besten Plätze in den Rängen kann sich jeder aussuchen. Die tropische Luft der lichtdurchfluteten  Schwimmhalle an der Landsberger Allee ist zwar nicht von tosenden Fan-Gesängen erfüllt – doch die Stimmung ist gut: Fans und Teams feuern ihre Schwimmer immer wieder an. Brasilien verfügt sogar über akustische Unterstützung, wie man sie sonst nur in der Oper hört: Da werden die Namen der Champs in kraftvoll-schönstem Tenor geschmettert. Das hat was, dieses paralympische Flair: „Wir sind eine Familie – und du bist dabei“. Sportlich, kämpferisch, fair und doch auch locker-entspannt.

Dreifacher Gewinn: geteilte Medaillen-Freude

Reinhard Tank, Pressesprecher des Behindertensportverbandes Berlin (BSB), versorgt Medien, Sportler und Unterstützer täglich mit immer neuen Erfolgsmeldungen von den IDM Schwimmen. In der Lokalpresse sucht man indes bislang vergeblich danach im Sportteil. Sogar Medienpartner der Paralympics haben vor lauter Terminstress und Platznot wegen anderer aktueller Events in Berlin die 24. IDM Schwimmen nicht präsent – zur Verwunderung Sportinteressierter, die dort gerne mehr lesen würden.

Rekordflut bei den Athleten, Ebbe bei der Presse? Was nicht ist, kann ja noch werden. Paralympischer Sport bewegt sich zwar aus dem Nischendasein heraus – ist aber auch kein Breitensport. Bei diesem Leistungssport geht letztlich Qualität vor Quantität.

Dass die Professionalisierung des Sports der Athleten mit Handicap ein hohes Maß erreicht hat, merkt man bei den diesjährigen IDM Schwimmen – als Vorbereitung auf Weltmeisterschaft 2010 und Europameisterschaften 2011 im Vorfeld der Paralympics London 2012.

Logistik, Abläufe und Team-Betreuung sind straff organisiert – das bedeutet Rekordleistungen nicht nur im Wasser. Hohe Anforderungen auch an die Jugendschwimmer. Training und Wettkämpfe müssen mit Schule und Ausbildung unter einen Hut gebracht werden. Paralympioniken treiben Leistungssport neben dem Beruf.

Die Athleten geben alles – auch Kirsten Bruhn schwimmt neue Weltrekorde. Während diese Spitzenleistungen bei den Paralympics willkommener Anlass zu Interview oder Reportage sind, herrscht während der 24. IDM Schwimmen eher Ebbe bei der Berichterstattung vieler Medien. Das war bei den IDM vor den Paralympics 2008 anders – ist bedauerlich, weil die Zurückhaltung dem Sport nicht gerecht wird.

Immerhin berichten die Berliner Zeitung mit einem interessanten Porträt von Niels Grunenberg und die Berliner Morgenpost mit Sport-Tipps zum Wochenende.

Erfreulich auch, dass mehrere Medien das Thema online kontinuierlich begleiten: die ARD berichtet bei der Sportschau-online über die Berlinerin Daniela Schulte, die als blinde Schwimmerin des Paralympischen Sportcub (PSC) gerade sehr erfolgreich ist.

Steigendes Interesse einiger Medien am Thema Paralympics zeigt sich auch in mehr aktueller Vorberichterstattung – etwa bei Radiosendern wie RBB-Inforadio und dem Engagement von Fritz Radio (RBB Berlin), das Sportlern und Fans in der Schwimm- und Sprunghalle des Europa Sportparks mit treibenden Beats erfolgreich einheizt.

Heute geht es also am letzten Wettkampftag in den Endspurt der IDM Schwimmen – die Finals ab 16 Uhr sind auf jeden Fall immer einen Besuch wert: der Eintritt ist frei.

Weltrekordjagd bei den IDM im Schwimmen der Behinderten

17 weitere Weltrekorde wurden am zweiten Wettkampftag erzielt. Wobei Ahmed Kelly aus Australien, Anna Efimenko aus Russland und Inbal Schwartz aus Israel ihre am Vormittag in den Vorläufen aufgestellten Weltrekorde am Nachmittag nochmals überboten haben.
– Ahmed Kelly (Australien), 100m Brust, Startklasse SB3 in 01:52,39
– Pavel Poltavtsev (Russland), 100m Brust, Startklasse SB9 in 01:06,93
– Anna Efimenko (Russland), 200m Freistil, Startklasse S12 in 02:18,88
– Ying Zhou (China), 200m Freistil F, Startklasse S4 in 03:20,43
– Konstantin Lisenkov (Russland), 50m Rücken, Startklasse S8 in 00:31,12
– Kardo Ploomipuu (Estland), 50m Rücken, Startklasse S10 in 00:29,02
– Inbal Schwartz (Israel), 100m Schmetterling, Startklasse S6 in 01:30,14
– Daniel de Farias Dias (Brasilien), 100m Schmetterling, Startklasse S5 in 01:20,23.
– Christoph Burkard (TV Rottweil), 100m Brust, Startklasse SB6 in 01:25,38
– Ahmed Kelly (Australien), 100m Brust, Startklasse SB3 in 01:51,14
– Anna Efimenko (Russland), 200m Freistil, Startklasse S12 in 02:17,26
– Kirsten Bruhn (PSV Union Neumünster), 50m Rücken, Startklasse S7 in 00:39,54
– Anna Efimenko (Russland), 50m Rücken, Startklasse S12 in 00:33,37
– Andre Brasil Esteves (Brasilien), 50m Rücken, Startklasse S10 in 00:28,60
– Konstantin Lisenkov (Russland), 50m Rücken StartklasseS8 in 00:30,94
– Alexander Nevolin-Svetov (Russland), Startklasse S12 in 00:28,69
– Inbal Schwartz (Israel), 100m Schmetterling, Startklasse S6 in 01:29,62

Auch am dritten Wettkampftag – Weltrekorde ohne „Speedo“

Trotz Verbotes spezieller Hightech-Schwimmanzüge – „Weitere Weltrekorde am heutigen letzten Wettkampftag in Berlin“ meldet der gerade der BSB:
Berlin, 20.06.2010, bsb.
Es ist der dritte Tag der 24. Internationalen Deutschen Meisterschaften im Schwimmen der Behinderten 2010. Obwohl auch bei den Behindertenschwimmern die vieldiskutierten „Rennanzüge“ seit Jahresbeginn verboten sind, will auch am Samstag, dem 19. Juni, die Rekordflut kein Ende nehmen:
50m Brust Frauen (Vorlauf)
– Jiangbo Xia, (China), Startklasse SB2, Zeit: 01:14,28
50m Brust Männer (Vorlauf)
– Mihovil Spanja, (Kroatien), Starklasse SB6, Zeit: 00:38,68
– Maurice Deelen (Niederlande), Startklasse SB8, Zeit 00:33,35
– Pavel Poltavtsev (Russland), Starklasse SB9, Zeit: 00:30,72
200m Rücken Männer (Vorlauf)
– Konstantin Lisenkov (Russland), Startklasse S8, Zeit: 02:30,09
50m Brust Frauen (Finale)
– Karolina Pelendritou (Zypern), Startklasse SB12, 00:35,66
50m Brust Männer (Finale)
Pavel Poltavtsev (Russland), Startklasse SB9, Zeit: 00:29,16
Weitere Infos auf: http://www.idm-schwimmen.de
Livestream online: http://www.titanium-media.de/cms/Livestream.html

Update 2 – Weltrekordjagd im schnellen Berliner Wasser

Dynamisch am Start in Berlin (Foto: Nora Erdmann)

Schon am zweiten Wettkampftag übertreffen die Ergebnisse der 24. IDM Schwimmen in Berlin alle Erwartungen. Mit gleich acht weiteren Weltrekorden – nach den sechs des Eröffnungstages – und hervorragenden Platzierungen der deutschen Schwimmteams werden schon jetzt Maßstäbe für die Weltmeisterschaften gesetzt, die im August in Eindhoven stattfinden.

Auf Medaillenjagd – Kirsten Bruhn (Foto: Andrea Ramsteck)

Favoritin Kirsten Bruhn gelang auf 50 Meter Rücken in der Startklasse S7 mit 39,54 Sekunden und 1001 Punkten ein neuer Fabel-Weltrekord – und sie bestätigte ihre Top-Form.

Bei der 4 x 100 Meter Freistil-Staffel der Frauen erreichte das deutsche Team mit Christiane Reppe, Anika Geller, Verena Schott und Julia Kabus den dritten Rang.

Ausrichter und Gastgeber Paralympischer Sportclub Berlin (PSC) und der Behindertensportverband Berlin können sich über den erfolgreichen Start freuen.

Als  internationale Spitzensportveranstaltung garantieren die IDM Schwimmen Bestzeiten und Rekorde im Berliner „schnellem Wasser“:

Hier ein Überblick der neuen Weltrekordhalter des Vormittages:
Ahmed Kelly (Australien), 100m Brust, Startklasse SB3 in 01:52,39
Pavel Poltavtsev (Russland), 100m Brust, Startklasse SB9 in 01:06,93
Anna Efimenko (Russland), 200m Freistil, Startklasse S12 in 02:18,88
Ying Zhou (China), 200m Freistil F, Startklasse S4 in 03:20,43
Konstantin Lisenkov (Russland), 50m Rücken, Startklasse S8 in 00:31,12
Kardo Ploomipuu (Estland), 50m Rücken, Startklasse S10 in 00:29,02
Inbal Schwartz (Israel), 100m Schmetterling, Startklasse S6 in 01:30,14
Daniel de Farias Dias (Brasilien), 100m Schmetterling, Startklasse S5 in 01:20,23.

Lassen wir uns überraschen, was der dritte Wettkampftag an sportlichen Höchstleistungen bietet.

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Schon am Eröffnungstag ist die Stimmung in der Schwimm- und Sprunghalle an der Landsberger Alle gut: Herzlicher Empfang, eifriges Händeschütteln am Rand des Schwimmbeckens und auf den Besucherrängen – man freut sich auf diese IDM.

Echte Fans bekommen WM und IDM locker unter einen Hut

Und wie bekommen wir Fußball-WM und IDM unter einen Hut?  Fans schaffen das.

Jetzt werden hier neue paralympische Rekorde aufgestellt: bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften im Schwimmen der Behinderten – auch mit der Zahl der gemeldeten Athleten: Mehr als 630 Sportlerinnen und Sportler aus 47 Nationen sorgen für einen neuen Teilnehmerrekord. Deutsche Favoritin ist Kirsten Bruhn .

Auf Facebook verabreden sich Sportfans in der :PARALYMPIC_crew bereits zur LaOla beim Schwimmevent: „Da geht was!“

„The games are open“

Kirstin Fussan, Brigitte Zypries und Friedheln Julius Beucher eröffnen die 24. IDM

Kirstin Fussan (Präsidentin des Behinderten-Sportverbandes Berlin BSB), Brigitte Zypries (Vorsitzende des Kuratoriums des DBS, MdB) und Friedhelm Julius Beucher (Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes DBS)

Sie eröffneten am 17. Juni 2007 in Berlin die 24. Internationalen Deutschen Meisterschaften im Schwimmen der Behinderten – und dankten allen Akteuren, Förderern aus Wirtschaft und Politik sowie den vielen ehrenamtlichen Helfern.

Im letzten Jahr wurden im „schnellen Wasser“ an der Landsberger Allee in Berlin 30 Welt- und 20 Europarekorde erzielt. Die Veranstalter vom Paralympischen Sport Club Berlin (PSC) und vom Behinderten-Sportverband Berlin (BSB) rechnen auch in diesem Jahr wieder mit einer sportlichen Rekordflut, zumal sich unter anderem die starken Teams aus Großbritannien, Niederlande und Spanien angesagt haben – erstmals auch Teams aus Armenien, Japan, Kasachstan und Südkorea.

Matthias Ulm, Cheftrainer Schwimmen Paralympics Berlin und Leiter des Organisation der IDM Schwimmen, sagt: „Im August finden in Eindhoven Weltmeisterschaften statt. Und in Berlin ist es für viele die letzte Chance sich zu qualifizieren und sich auch klassifizieren zu lassen. Zudem hat sich international im Laufe der letzten 10 Jahre herum gesprochen, dass wir hier eine Top-Veranstaltung machen. Die Organisation stimmt, die Teilnehmerfelder sind erstklassig, das Wasser ist sehr schnell. Und nicht zuletzt: Wer macht nicht gerne einen Ausflug nach Berlin?“

Wir müssen also nicht erst bis zu den Spielen in London 1012 warten, um die Weltspitze des paralympischen Schwimmsports live zu erleben. Wer sind die Favoriten?

„Die Frage nach den Favoriten ist im Moment noch schwer zu beantworten“, so Ulm weiter. „Wir werden etwa 50 Medaillengewinner der EM, WM und Paralympics der letzten Jahre hier haben. Ich glaube, dass wir damit, trotz der ersten „Nachanzug-Saison“ auch wieder Rekorde über Rekorde sehen werden. Es lohnt sich also auf alle Fälle, im SSE an der Landsberger Allee vorbei zu kommen“.

Rekorde ohne Wunderanzug – der Zeitplan der IDM Schwimen

Event: 24. Internationale Deutsche Meisterschaften im Schwimmen der Behinderten

Location: Schwimm- und Sprunghalle im Europa Sportpark
Paul-Heyse-Straße 26
10407 Berlin / S- Bhf. Landsberger Allee

17. Juni 2010 von 17:00 Uhr bis ca. 19:30 Uhr
18. – 20. Juni 2010 ab 09:00 Uhr
Finals jeweils ab 16:00 Uhr

www.idm-schwimmen.de

Eröffnet werden die IDM Schwimmen 2010 von Brigitte Zypries, der Kuratoriums-Vorsitzenden des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) gemeinsam mit DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher. Den traditionellen Startschuss am 18. Juni gibt Olympia-Siegerin Britta Steffen.

Schwimmteam Berlin bereits bei der WM-Qualifikation erfolgreich
Bei den „Offenen Berlin-Brandenburger Meisterschaften“ im Schwimmen der

Behinderten (BBMS) am 6.Juni  zeigten die Schwimmer des Berliner Schwimmteams einmal mehr ihre Klasse. Die Meisterschaften dienten vor allem als Standortbestimmung im Hinblick auf die 24. Internationalen Deutschen Meisterschaften. Neben Daniela Schulte konnte sich auch Daniel Simon für die Weltmeisterschaften im August qualifizieren. Ebenfalls qualifiziert sind bereits Daniel Schäfer mit seinem 3. Platz vom Weltcup sowie Lucas Ludwig mit seinen Erfolgen bei den Norddeutschen Meisterschaften der Nicht-Behinderten.
Neben der offenen Klasse (8 Mal Gold, 4 Mal Silber, 5 Mal Bronze) konnten bei den BBMS vor allem die Nachwuchssportler überzeugen. Sie gewannen in den Jugendklassen je 5 Mal Gold und Silber sowie 3 Mal Bronze. Bereits beim Jugend-Länder-Cup machte der Nachwuchs mit neun Berlinern in den Top5 der Jahrgänge einen guten Eindruck. Die Berliner gewannen sogar bei „Jugend Trainiert für Paralympics“ mit ihrem Partner „Carl-von-Liné-Schule“.

Im Hinblick auf die IDM zeigen sich die Berliner Trainer Matthias Ulm und Maik Zeh zufrieden. Denn Christiane Reppe und Niels Grunenberg können den Sprung ins WM-Team schaffen und einige Nachwuchssportler haben gute Chancen auf eine Teilnahme an der Jugend-WM.

Der Zeitplan der IDM Schwimmen vom 17. – 201. Juni 2010
Donnerstag, 17.06.2010
17:00 Uhr 1. Veranstaltungsabschnitt
400m Lagen Frauen und Männer Entscheidung
800m Freistil Frauen und Männer Entscheidung
Freitag, 18.06.2010
08:00 Uhr 2. Veranstaltungsabschnitt
200m Freistil Frauen und Männer Vorläufe
50m Rücken Frauen und Männer Vorläufe
100m Brust Frauen und Männer Vorläufe
100m Schmetterling Frauen und Männer Vorläufe
4x100m Freistil Frauen und Männer Entscheidung
16:00 Uhr 3. Veranstaltungsabschnitt FINALS
200m Freistil Frauen und Männer Finale Offen und Jugend
50m Rücken Frauen und Männer Finale Offen und Jugend
100m Brust Frauen und Männer Finale Offen und Jugend
100m Schmetterling Frauen und Männer Finale Offen und Jugend
Samstag, 19.06.2010
08:00 Uhr 4. Veranstaltungsabschnitt
200m Schmetterling Frauen und Männer Entscheidung
150m Lagen Frauen und Männer Vorläufe
100m Freistil Frauen und Männer Vorläufe
50m Brust Frauen und Männer Vorläufe
200m Lagen Frauen und Männer Vorläufe

200m Rücken Frauen und Männer Entscheidung

4x100m Lagen Frauen und Männer Entscheidung

16:00 Uhr 5. Veranstaltungsabschnitt FINALS
150m Lagen Frauen und Männer Finale Offen und Jugend
100m Freistil Frauen und Männer Finale Offen und Jugend
50m Brust Frauen und Männer Finale Offen und Jugend
200m Lagen Frauen und Männer Finale Offen und Jugend
Sonntag, 20.06.2010
08:00 Uhr 6. Veranstaltungsabschnitt
400m Freistil Frauen und Männer Vorläufe
50m Schmetterling Frauen und Männer Vorläufe
200m Brust Frauen und Männer Entscheidung
100m Rücken Frauen und Männer Vorläufe
50m Freistil Frauen und Männer Vorläufe
16:00 Uhr 7. Veranstaltungsabschnitt FINALS
400m Freistil Frauen und Männer Finale Offen und Jugend
50m Schmetterling Frauen und Männer Finale Offen und Jugend
100m Rücken Frauen und Männer Finale Offen und Jugend
50m Freistil Frauen und Männer Finale Offen und Jugend

Vorbeikommen lohnt sich – für alle Sportfans, die mehr als Fußball-WM & Vuvu mögen.

(Text mit BSB/Reinhard Tank und Schwimmteam Berlin/ Maik Zeh)

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Blattkritik: Nichts Neues in den News über Behindertensport? up(to)date #2.0

Die :paralympic_News_01_10 stehen an.
Die Nachrichtenticker laufen auf Hochtouren beim Sport.
Unsere Nachrichtenlage ist eher bescheiden? Stimmt nicht.

Sportreporter brauchen Sportler – beide brauchen Fans

Presse ist gut – Community besser. Eines kommt nicht ohne das andere aus. Der „Elektrische Reporter“ erklärt Dinge, die man eigentlich nicht erklären kann: http://www.elektrischer-reporter.de/index.php/site/film/45/

Hier ein offener Brief des Präsidenten des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) Friedhelm Julius Beucher
an die Medien – der Aufruf im Wortlaut:

________________________

Sehr geehrte Medienvertreter,
sehr geehrte Redakteure in den Sportredaktionen,
sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Sportfreunde,

in nur wenigen Wochen folgen der diesjährigen Winter-Olympiade in
Vancouver die Paralympischen Winterspiele (12. bis 21. März 2010). Der
Deutsche Behindertensportverband wird am 17. Februar die Athletinnen und Athleten nominieren, die unser Land in Kanada vertreten werden. Bis zu diesem Zeitpunkt nutzten und nutzen noch viele der Sportler die anstehenden Welt- und Europacups um wichtige Qualifikationspunkte zu sammeln.

Leider konnte ich bisher auf keiner Sportseite der deutschen Zeitungen –
abgesehen von einigen lokalen Berichterstattungen- Hinweise oder gar
Berichte über erzielte Platzierungen bei internationalen wie auch nationalen Wettkämpfen entdecken. Dabei gehen unsere Informationen regelmäßig an insgesamt 800 Redaktionen in Deutschland. Ich erhebe dabei bewusst nicht den Anspruch die bisherigen Erfolge, übrigens durchweg auf den 1.bis 5. Plätzen, montags lesen zu können. Ich weiß, dass spätestens seit Bundesligabeginn im Fußball und der momentan stattfindenden Handball-EM, neben den Berichten über andere Sportarten und die Olympiavorbereitung der Nichtbehinderten dann kein Platz ist. Aber der Sport hat ja mindestens täglich 1-2 Seiten!

Ich möchte Sie deshalb bitten, der Berichterstattung über den Wintersport
unserer behinderten Leistungssportler, die bekanntlich zu den Besten der Welt zählen, angemessenen Raum in Ihrem Medium zur Verfügung zu stellen. Das gebietet unser Anspruch auf Chancengleichheit sowie der Respekt vor den Leistungen der Athletinnen und Athleten und selbst wenn zunächst nur bei Kurznachrichten oder ähnlichen Rubriken die Sieger und Siegerinnen „auf dem Stockerl“ erwähnt werden.

Sie werden spätestens an den jeweiligen Montagen nach den noch
ausstehenden Wettkämpfen Ergebnisse und Informationen online erhalten.

Dafür sorgt persönlich unsere Pressesprecherin Markéta Marzoli.
Eine Aufstellung der noch ausstehenden Wettkämpfe finden sie hier:

Ski alpin:

17.-23.01.Weltcup in Sestriere/ITA
12.-14.02. Weltcup Arta Terme/ITA
28.02.-05.03. Weltcup in Aspen/USA

Ski nordisch:
25.01.-01.02. Weltcup Bessans/FRA
01.02.-07.02. Weltcup Oberried/D

Mit sportlichen Grüßen

Friedhelm Julius Beucher
________________________

Das Anschreiben an die Medien als PDF hier:

Offener Brief an die Medien von Friedhelm Julius Beucher

Meine Meinung:
Die Kommunikation zum Thema Behindertensport ist auch im Bereich Social Media und Blogs – trotz vielseitiger Aktivitäten in allen Onlinebereichen – hierzulande noch immer recht verhalten. Nicht ohne Grund? Warum haben professionelle Sport-Journalisten und sogar innovative Blogger – wie etwa Jens Weinreich – paralympischen Sport selten oder nicht auf ihrer Agenda?

Verbände und Vereine haben sich als Ziellinie „Inklusion“ und „Integration“ auch im Sport gesetzt. Derweil präsentieren sich Athleten bei Olympia und Paralympics noch immer in getrennten Arenen – mal vor gut gefüllten Rängen, mal vor fast leeren Zuschauerplätzen. Erstmals die Sommerspiele in Peking 2008 boten allen Athleten richtig großes Publikum – sehr zur Freude auch der Paralympioniken.

Eine Annäherung findet – in der Sportszene nicht unumstritten – langsam statt: Der kanadische Langläufer Brian McKeever wird in Vancouver ein kleines Stück Sportgeschichte schreiben. Als stark sehbehinderter Athlet geht er als erster Wintersportler sowohl bei den Olympischen Winterspielen als auch bei den anschließenden Paralympics an den Start:
http://www.focus.de/intern/archiv/langlauf-mckeever-plant-historischen-doppelstart_aid_473627.html

Schwimmerin Nathalie du Toit und Tischtennissportlerin Natalia Partyka haben bei den Sommerspielen bereits gezeigt, wie das geht – mit Erfolg.
Oscar Pistorius hat sich die Starterlaubnis bei Olympia juristisch erkämpft und sprintet gegen Vorbehalte,  Zeit und für seine Qualifizierung.

Änderungen der bislang hochkomplexen paralympischen Regelwerke und Startklassen sind in vollem Gange, um den paralympischen Sport fürs Publikum transparenter und attraktiver zu machen. Nur wenn das gelingt, füllen sich die Zuschauertribünen – und die Presse ist für alle Athleten und Fans mit am Start. Das gilt umso mehr in Zeiten knapper Ressourcen. Christiane Link hat dieses Thema bereits vor langer Zeit in ihrem Blog „Behindertenparkplatz“ diskutiert http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2008/01/14/897/ Sie sagt, Paralympics als „Sonderveranstaltungen behinderter Menschen sind sowas von out“.

Sie schlägt vor: „Man könnte die Paralympics und die Olympischen Spiele zusammen legen und die Wettkämpfe abwechselnd abhalten. Mal startet eine Gruppe behinderter Sportler, mal eine Gruppe nicht behinderter Sportler. Die Spiele zeitlich zu trennen, macht für mich keinen Sinn und ist nichts anderes als Ausgrenzung.“ Diese Meinung findet zunehmend breite Zustimmung. Die Streichung von Sportdisziplinen hingegen ist unverständlich. Leichtathletik und Schwimmen auch der Athleten ohne Handicap haben als Randsportarten ohnehin weniger Publikum als Breitensport Fußball.

Sportevents und Wettbewerbe der Athleten mit Handicap finden auch zwischen den Spielen sicherlich mehr Aufmerksamkeit bei Medien und Sportfans, wenn sie integrativ stattfinden – ohne das alte Etikett „Behindertensport“. Im Bereich Jugendsport bei Vereinen – wo auch der olympische und paralympische Nachwuchs trainiert – ist dies bereits öfter der Fall. So etwa beim beliebten dynamischen Rollstuhlbasketball, wo Fußgänger mit Rollifahrern ein Team bilden – und gemeinsam übers Spielfeld Richtung Korb rasen, dabei der gegnerischen Mannschaft den Ball abjagen. Auch an der Tischtennisplatte oder beim Badminton gehen Sportler mit und ohne Handicap immer öfter gemeinsam zum Aufschlag ans Netz. Sportberichte und Bilder gehen schon jetzt online ins Netz – auf Facebook, Youtube, Blog und Twitter. Sportler und Fans sind hier aktiv und ergänzen – oder ersetzen – die klassischen Medien. Zeitung, Radio und Fernsehen sollten mit ihren Sportreportern am Start sein.

In Sportveranstaltungen, Online-Foren und Social Networks kommen Sportler und Fans, Infos und Feedback zusammen – zeitnah. Es gilt ja das Credo: schneller, höher, weiter.


Sportkommunikation ist zunehmend auch als Marken-Kommunikation auf PR und Cross Media angewiesen. Das zeigt die aktuelle Kampagne der Deutschen Sporthilfe, die auf Facebook per Viral-Marketing um Sponsoren wirbt. Marketing-Experte Oetting weist zurecht darauf hin, dass es nicht genüge, Kreativen zuzurufen:“Macht uns mal eine Kampagne für unseren neuen Sportschuh!“ Er sagt, Community sei eine Einstellung – keine Klickmaschine: http://www.connectedmarketing.de/cm/2010/01/community-ist-eine-einstellung.html

Was nützen neue Sportschuhe, wenn die Kommunikation ein alter Hut ist?

Die einfache Weiterleitung von Pressemitteilungen per „Copy&Paste“ mag zwar Reichweiten erzeugen, greift aber zu kurz – es fehlt an Tiefe und O-Tönen in der Berichterstattung. Wer will das lesen? Journalismus – auch die sogenannte Graswurzelvariante – ist aufwendig und verdient Honorierung. Da verweise ich per Link lieber gleich auf die Quelle, das ist seriöser und vertrauensbildender als einfaches „Abschreiben“. Zum Twittern genügen schon wenige Worte – genau genommen 140 Zeichen.

Auch Kontaktpflege und Recherche brauchen Zeit. Viele Ansprechpartner in Vereinen sind ehrenamtlich tätig, Pressestellen eher die Ausnahme. Informationen müssen je nach Veröffentlichung in Print oder Online zielgruppengerecht aufbereitet werden – möglichst barrierefrei.

Die Low-Budget-Alternative? Der Pressespiegel online.

In Kürze hier also wieder :paralympic_News_01_10 – ein Pressespiegel, ganz ohne Honorar zusammengestellt, aber mit viel Zuspruch gelesen. Weil er es wert ist – der paralympische Sport.

Presse-Medien machen sich gerade auf den Weg von Print nach Online. Community – da sind die Fans. Sportler müssen sich nur noch mehr zeigen, auch durch Marken-Kommunikation und Dialog mit ihren Fans: Sport und seine Fankultur liefern den Stoff: aktuelle Berichte, die eine gute Zeitung ausmachen. Wie ein Spagat zwischen Olympia und Paralympics ist das? Eher eine Brücke – mit erreichbarer Ziellinie.

Bei alledem gilt wie im Leistungssport: Qualität vor Quantität – alles andere behindert nur.

Bleiben wir dran… Sponsoren für Sportler: „Da geht noch was!“ – auch bei Fans

Bevor es hier weiter geht mit dem Bloggen – nur ein kurzer Werbeblock: Bleiben Sie dran!

Die Stiftung Deutsche Sporthilfe ist dieser Tage mit neuer Kampagne am Start: mit „Stellenanzeigen“ und einem Quiz https://www.sporthilfe.de/Startseite.dsh Eine auskömmliche Sportlerkarriere als Hauptgewinn?

Fragen über Fragen – und ein Interview.

Der Vorstandschef der Stiftung Deutsche Sporthilfe, Werner E. Klatten, erläutert im Gespräch mit dem Tagesspiegel Motive und Ziele der Spenden-Kampagne http://www.tagesspiegel.de/sport/art272,2987308

Richtig geschaltet? Sport sucht Sponsoren per Stellenanzeige

Stellenanzeige Sportler

…gesehen auf „Yucca Tree Post“, dem Blog von Jürgen Vielmeier. Lesenswert auch die Kommentare dort zum Thema: http://yuccatree.de/2010/01/ironische-kampagne-der-deutschen-sporthilfe-60-stunden-woche-fur-600-euro/

Als Repräsentanten aller von der Deutschen Sporthilfe geförderten Leistungssportler engagieren sich der Schwimmer Thomas Lurz, Fechterin Britta Heidemann, Judo-Sportler Ole Bischof, Leichtathletin Steffi Nerius, die Kanuten Nicole Reinhardt und Max Hoff – sowie der Alpin-Skirennfahrer und Paralympionike Gerd Schönfelder.

Bemerkenswert hier, dass der Paralympics-Top-Athlet in einer dpa-Pressemeldung bei der Süddeutschen Zeitung, immerhin als einzigem Blatt genannt, doch recht lapidar ohne Nennung seiner Leistungssportdisziplin allgemein dem „Behindertensport“ zugeordnet wird: http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/899392 . Da braucht es noch etwas mehr als Stellenanzeigen für Sportler im Blatt: „Journalisten gesucht“…

Schwimmer gesucht

Die FAZ titelt zu dieser Anzeige in ihrer Printausgabe: „Arme Athleten – Auf Hartz-IV-Niveau für Deutschland“ http://www.faz.net/s/Rub9CD731D06F17450CB39BE001000DD173/Doc~E2817E5A51C90432AB8D0F7217624FA10~ATpl~Ecommon~Scontent.html – und läßt Top-Sprinter und Olympionike Till Helmke zu Wort kommen.

Eine Kampagne, die Welle macht – und in den Foren mancher Onlinemedien, wie etwa der Welt, bei den Leser-Kommentaren an Ironie und Sarkasmus zuweilen noch um Längen überboten wird: http://www.welt.de/sport/article5724414/Hungerlohn-statt-Reichtum-fuer-die-Weltmeister.html

Meine Meinung: Sportler werden ist nicht schwer, Sportler sein dagegen schon… – im Leistungssport. Doch da geht noch was auch für Athleten des paralympischen Sports: Sponsoren für Sportler. Weil nicht nur die Medaille zählt… Und überhaupt

Die Videoantwortder Stiftung Deutsche Sporthilfe auf ihrem neuen YouTube-Kanal: „Sporthilfe gibt’s nicht beim Arbeitsamt.“ Auskömmliche Jobs leider auch immer seltener: der Trend „geht zu 3-Euro-Sponsoren“, zu aktivem ehrenamtlichem Engagement  – und zur Fan-Community.

Wie? Ganz einfach: per Klick  hier http://www.facebook.com/group.php?gid=125964702610&ref=mf-

und natürlich mit zahlreichen Besuchen der Sport-Events.

Denn, ohne Fans keine Medien, ohne Medien keine Sponsoren. Ohne Sportler kein Spaß beim Sport: einer der schönsten Jobs der Welt – eigentlich…

Quelle: Video 1 Scholz & Friends on YouTube http://www.youtube.com/user/ScholzundFriends – wo die Autorin ihr Texterhandwerk gelernt hat.

IPC Kurzbahn WM Rio: Rekorde, Medaillen, Goldrausch – Copacabana #3 update

Sie gibt einen Vorgeschmack auf die Paralympics in Rio de Janeiro 2016 – die Kurzbahn-WM 2009 an der Copacabana.

Impressionen von der Kurzbahn WM Rio 2009 aus Sicht des Teams Kanada

„Obwohl das Team mit nur sieben Athleten angereist ist, kann Bundestrainerin Ute Schinkitz mit den bisher erzielten Ergebnissen sehr zufrieden sein. In den vergangenen drei Wettkampftagen sammelte das deutsche Team insgesamt sieben Medaillen.“ vermeldete der Deutsche Behindertensportverband (DBS) am 3. Dezember auf seiner Webseite.

„Zweimal Gold und zwei weitere Weltrekorde für die Rekordsammlung des Berliner Schwimmteams lautet die Bilanz am vierten von sechs Wettkamptagen bei den Kurzbahn-Weltmeisterschaften im Schwimmen der Behinderten in Rio de Janeiro.

Daniela Schulte setzte sich mit zwei Weltrekorden gegen die Konkurrenz über 100 Meter Lagen und 200 Meter Lagen durch. Durch einen Fehlstart blieb ihr der dritte Titel, trotz Weltrekordzeit, gestern leider verwehrt.

Der zweite Berliner im Deutschen Mini-Aufgebot, Lucas Ludwig, schwamm am heutigen Abend, nach zwei fünften Plätzen (100 Meter Schmetterling und 200 Meter Lagen), auf einen herovrragenden vierten Platz über 400m Freistil.

Allerdings lief die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften alles andere als optimal.

Denn lange bereiteten sich die Schwimmer auf eine ungewisse WM-Teilnahme vor, zu der letzendlich nur zwei Berliner reisen konnten. Leider konnten Nationalmannschaft und Deutscher Behinderten Sportverband  die Reise nicht mehr finanzieren – und das Berliner Schwimmteam musste die Kosten von 3.200 Euro kurzfristig selbst tragen.“ schreibt Maik Zeh, Teammanager und Trainer am Berliner Paralympischen Trainingsstützpunkt Schwimmen, in seiner Pressemitteilung.

Am vierten Wettkampftag glänzte Maike Naomi Schnittger mit einer Bronzemedaille über 400 Meter Freistil. Ein weiteres Highlight setzte Daniel Simon, als er sich den Weltmeistertitel über 50 Meter Freistil in 24,24 Sekunden holte.

Kirsten Bruhn im Sportler-Porträt bei ParalympicSportTV

Die mehrfache Paralympics-Siegerin und Spitzen-Athletin Kirsten Bruhn vom PSV Neumünster preschte mit neuem Weltrekord über 100 Meter Rücken zu Gold – und über 50 Meter Freistil zu Bronze.

Christoph Burkard gewann in seiner Startklasse gleichfalls über 400 Meter Freistil mit 4:36,25 Minuten Bronze -und mailte der Neuen Rottweiler Zeitung: „Ich bin super zufrieden!“

Maike Naomi Schnittger (50 Meter Freistil) und Lucas Ludwig (400 Meter Freistil) erreichten am Mittwoch jeweils einen guten vierten Rang.

Ein Ausblick auf die Wettkampfstätten der Sommerspiele Rio 2016

Fans und Sportbegeisterte können die Kurzbahn-WM im Internet per Livestream auf ParalympicSportTV täglich ab 20 Uhr hierzulande verfolgen:

http://player27.narrowstep.tv/assets/players/4304/html/player.html

Die Bilderstrecke von Saulo Cruz auf  flickr macht noch mehr Lust auf Schwimm-WM und Paralympics:

http://www.flickr.com/photos/saulocruz/

Das ist einfach nur Samba!

Wer das Schwimmteam Berlin unterstützen möchte, kann dies über das Spenden-Portal „Betterplace.org“ http://de.betterplace.org/projects/1928-weltmeisterschaft-im-schwimmen-der-behinderten

Wer sagt, Medaillen seien ja nicht so wichtig wie der Erfolg und Spaß beim Sport, der bedenke: Keine Meriten ohne Moneten – vice versa.

Hier geht es zum Medaillen-Spiegel der IPC Kurzbahn-WM Rio 2009:

http://www.swimmingrio2009.com.br/EN/schedule-results/medals-ranking.asp

+++ #1 Update vom 5. Wettkampftag:

Es war wohl der erfolgreichste WM-Tag in Rio bisher.

Insgesamt wurden fünf Medaillen gewonnen: drei Mal Gold, zwei Mal Bronze kann das deutsche Schwimmteam am 3. Dezember für sich verbuchen. Dazu gab es einen sechsten Platz.

Die Stimmung war hervorragend trotz eines zwischenzeitlichen Gewitters, das auch den Zuschauern bei ParalympicSportTv in aller Welt eine Auszeit am PC-Bildschirm bescherte. „Es schüttete nur so vom Himmel.“ berichtet Bernhard von Welck, Chef-Trainer des Deutschen National-Schwimmteams und freut sich über die Ergebnisse eines sehr erfolgreichen und – auch von oben – energiegeladenen Tages:

Kirsten Bruhn holte über 100 Meter Brust  in  1:35,30 Minute Gold und  stellte hier in ihrer Startklasse neuen Weltrekord auf. Später gelang ihr zudem der Griff nach Bronze auf 100 Meter Freistil mit 1:11,90 Minute – und zugleich ein Europarekord.

Christoph  Burkard gelang über 100 Meter Brustschwimmen  in 1:22,44 Minute Weltrekord sowie über 100 Meter Schmetterling  in 1:12,44  Minute zugleich eine neue persönliche Bestzeit.

Lucas Ludwig schwamm Europarekord und gewann eine Bronzemedaille über 100 Meter Lagen in 1:00,82 Minute.

Annke Conradi schlug über 100 Meter Freistil  in 2:20,08  Minuten als Erste im Ziel an – und gewann eine Goldmedaille.

Auch bei Fans, die sich in Social Networks wie Facebook untereinander und mit den Sportlern dort international über die IPC Swimming World Championships Rio 2009 sowie in Fan-Gruppen austauschen, schlagen die Erfolge der Schwimmer wie ein Blitz ein. Die Spannung ist elektrisierend – und sie steigt täglich online und in Echtzeit.

Vitamine – echte und einzige Energiespender in Rio

+++ #2 Update vom 6. Wettkampftag:

Auch die Ergebnisse vom 6. Tag  der IPC WM Kurzbahn können sich sehen lassen. Dieses Spitzen-Sportevent war wieder sehr erfolgreich. Insgesamt wurden zwei Medaillen gewonnen: ein Mal Gold und ein Mal Silber. Dazu gab es je einen 5. und  7. Platz.

Wettergott Zeus steht der Sinn derzeit nach Wasser – auch von oben.

„Es schüttete wieder den ganzen Tag vom Himmel. Auch heute gibt es auf Grund der kritischen Wetterlage keine offiziellen Siegerehrungen. Wichtiger ist die Durchführung der Wettbewerbe.“ mailt Cheftrainer Bernhard von Welck aus dem fernen Rio nach Deutschland. Und das Schwimmteam hofft: „Jetzt noch ein Wettkampftag: mal sehen, ob das Wetter wieder besser wird.“ Fans in Deustchland und weltweit drücken die Daumen!

Die Ergebnisse des 6. Tages:

Daniela Schulte stellte auf 100 Meter Rücken  in 1:19,96 Minute einen neuen  Weltrekord auf und erreichte Platz eins.

Lucas Ludwig erreichte über 100 Meter Rücken  mit 1:00.30 Minuten  eine neue persönliche Bestzeit.

Christoph  Burkard schwamm die 100 Meter Freistil in  1:04.85 Minute.
Daniel Simon holte über 100 Meter Rücken  in 1:04.37 Minute Silber – und erreichte zugleich eine neue  persönliche Bestzeit.

Im Ranking steht Deutschland damit weiter auf Platz sechs.

Auf der Erfolgswelle - das deutsche Schwimmteam bei der WM Rio

+++ #3 Update vom 7. Wettkampftag:

Auch am letzten Wettkampftag regnet es in Rio zunächst – doch beim Finale strahlen Fans und Athleten um die Wette.

Mit zwei Medaillen – ein Mal Gold und ein Mal Bronze – rundet das deutsche Schwimmteam die Medaillenbilanz der WM auf der Kurzbahn in Rio nochmals erfreulich auf. Dazu gab es einen fünften und neunten Platz.

Das Wetter war etwas wärmer, aber trotzdem begann es im Verlauf der Vorläufe wieder zu regnen.

Die Ergebnisse des 7. und letzten Tages:

Daniela Schulte schwimmt über 100 Meter Freistil  erneut auf Platz eins in 1:08,94 Minute. Auch Maike  Naomi Schnittger fischt über 100 Meter Freistil  in 1:02,50 Minute mit Bronze noch einmal Edelmetall für Deutschland aus dem Wasser der Kurzbahn-WM in Rio.

Daniel Simon schwimmt über 100 Meter Freistil  in 55,21 Sekunden auf einen guten fünften Platz. Lucas Ludwig erreicht über 100 Meter Freistil  Rang neun in  54,94 Sekunden.

Insgesamt erreichten die Schwimmer elf Mal Gold, zwei Mal Silber und sechs Mal Bronze und belegten damit in der Gesamtwertung Rang 6 noch vor Japan, Spanien und Kanada.
„Wir können hoch zufrieden mit einer optimalen Medaillenausbeute, aber auch mit hervorragenden Bestzeiten nach Hause zurückkehren. Es war aus unserer Sicht ausgesprochen wichtig, an dieser Weltveranstaltung teilzunehmen, da die meisten führenden Nationen vor Ort waren und diese Veranstaltung sicher in den festen Kalender aufgenommen wird.“ so das Fazit von Bernhard von Welck zur WM Rio 2009.


+++ Sport-Fans sagen Danke! Auch die Band „Silbermond“ ist jetzt Follower und Freund der :Paralympic_crew on YouTube:

(Text mit v.Welck/DBS, D. Paschke; M. Zeh/BSB,  Foto: DBS)

Kirsten Bruhn auf Medaillenjagd – auch Siegesserie des Berliner Schwimmteams geht weiter

Das Ziel ist der Weg: Kirsten Bruhn bei den IDM Schwimmen 2009 in Berlin

Lebt ihren Traum: Kirsten Bruhn bei den IDM Schwimmen 2009 in Berlin

Eben noch als „Sportlerin des Jahres 2008“ und erneute Favoritin auf der Benefiz-Gala „Nacht der Stars 2009“ – und schon wieder auf Medaillenjagd: Paralympics-Siegerin und Schwimmstar Kirsten Bruhn holte kürzlich bei den Deutschen Kurzbahn Meisterschaften mit gleich sieben Weltrekorden und glänzenden Leistungen wieder Edelmetall aus dem schnellen Wasser.

Auch die Berliner Schwimmer können sich mit neuer Erfolgsserie sehen lassen.

Vier Weltrekorde, vier weitere Deutsche Rekorde sowie 15 Gold-, 12 Silber- und zwei Bronze-Medaillen – so lautet die positive Bilanz des Berliner Schwimmteams bei den Deutschen Kurzbahn Meisterschaften am vergangenen Wochenende in Wuppertal.

Trotz fünf krankheitsbedingter Absagen konnte das Team deutlich trumpfen. Mit  Lucas Ludwig, Daniela Schulte und Thomas Grimm zeigten gleich drei mehrfache Berliner Europameister, dass Sie nach wie vor in Höchstform sind. Gemeinsam stellten sie in der offenen Wertung vier Weltrekorde und drei Deutsche Rekorde auf und gewannen 17 Medaillen für das Berliner Schwimmteam.

Daniela schulte vom PSC Berlin holte jetzt 5 Goldmedaillen auf der Kurzbahn

Daniela Schulte (PSC Berlin) holt 5 Goldmedaillen auf der Kurzbahn

Vor allem im Hinblick auf die am 29. November in Rio de Janeiro beginnende Kurzbahn-WM lässt das auf Großes und eine Fortsetzung der Erfolgsserie hoffen.

Indes bereiten sich die Schwimmer derzeit ebenso intensiv wie besorgt auf eine ungewisse WM–Teilnahme vor. Derzeit kann weder die Nationalmannschaft noch  der Deutsche Behinderten Sportverband (DBS) die Reise finanzieren – und das Berliner Schwimmteam muss wie andere Athleten nun kurzfristig die Kosten von 3.200 Euro alleine aufbringen.

Auch dadurch bedingt muss nun die hervorragende Nachwuchsarbeit, für die das Team gerade mit dem Innovationspreis des Landessportbundes Berlin ausgezeichnet wurde, stark eingeschränkt werden. So konnten nur drei Berliner Nachwuchstalente an den Deutschen Kurzbahn Meisterschaften teilnehmen, gewannen dabei aber immerhin 7 Mal Gold, 5 Mal Silber und stellten einen deutschen Rekord auf.

Das Berliner Schwimmteam freut sich über Unterstützung auch durch Spenden.

Wer spenden möchte, kann dies auf zwei Wegen:
• Spendenkonto
Behinderten-Sportverband Berlin, Bank für Sozialwirtschaft
Konto: 3276 500, BLZ: 100 205 00, Kennwort: Schwimmteam
• Spendenplattform betterplace.org: http://de.betterplace.org/projects/1928-weltmeisterschaft-im-schwimmen-der-behinderten
Einfach gratis anmelden und direkt für das Berliner Schwimmteam spenden.
Hier wird immer aktuell über den Projekt- und Spendenstand informiert.

(mit BSB/Berliner Schwimmteam, Foto: Peter Lindoerfer)

Medaillenregen in Reykjavik – erfolgreiche EM Schwimmen 2009 für deutsches Team

Da kommt echtes Paralympics-Feeling auf – und das sogar bei Fans, die Olympische Spiele bislang noch nicht live erlebt haben. Auch der letzte Wettkampftag der EM in Reykjavik bot ein Feuerwerk der Rekorde für Athleten und Fans aus ganz Europa.

Die Deutsche Nationalmannschaft bringt insgesamt 38 Medaillen mit zurück – und kam auf einen guten fünften Rang als hervorragende Team-Leistung. Paralympics-Siegerin Kirsten Bruhn übertraf als beste deutsche Athletin sich selbst mit neuem Weltrekord und fünf Mal Gold in der bunt glänzenden Medaillenkollektion.

Shooting-Star Lucas Ludwig ist Doppel-Europameister

Auch andere Namen wird man sich bis zu den Paralympics 2012 merken müssen:

Bei den deutschen Schwimmerinnen: Daniela Schulte, Verena Schott, Maike Schnittger, Annke Conradi, Tanja Gröpper, Julia Kabus – und Jennifer Aßmann.

Bei den Herren neben Lucas Ludwig: Swen Michaelis, Stephan Engelhardt, Daniel Simon, Christoph Burkard, Martin Schulz – und  Thomas Grimm, der noch einmal richtig durchstartete. Das Berliner Schwimmteam trug mit 17 Athleten, Rekorden und Medaillen in Serie wesentlich zum Gesamterfolg bei.

Das Rennen bei dieser EM Schwimmen machte Großbritannien, gefolgt von Ukraine und Spanien.

Alle ausführlichen Ergebnisse unter http://www.ifsport.is/ec2009/default.asp .

Per Live-Stream zum Endspurt in Reykjavik

Mit ParalympicSport.tv live dabei – letzter Wettkampftag der Schwimm-EM:

http://brandstagetv.net/ParalympicSportTV/Newsletter/edition14_2009.html

und alternativ am Abend hier: http://dagskra.ruv.is/sjonvarpid/4510425/2009/10/24/

(ab 19 Uhr deutsche Ortszeit, Abweichungen von der Sendezeit sind möglich)

Update – Deutsche Nationalmannschaft holt Gold, Silber und Bronze. Kirsten Bruhn stellt neuen Europa- und Weltrekord auf.

Alle Ergebnisse und der Medallienspiegel unter: http://www.ifsport.is/ec2009/default.asp

Lucas Ludwig am Start

Europameister Lucas Ludwig am Start

(Foto: Andrea Ramsteck)

Deutsche Schwimmer holen Medaillen und Rekorde bei den European Championships in Reykjavik: Update 7.Tag

Die deutsche Nationalmannschaft schwimmt gleich zu Beginn der EM in Reykjavik auf einer Erfolgswelle – holt Rekorde und Medaillen.

Live bei ParalympicSport.tv http://brandstagetv.net/ParalympicSportTV/Newsletter/edition14_2009.html

Die Fotostrecke: http://if.123.is/album/Default.aspx?aid=162243&vt=slideshow&lang=is

Nach 2 Tagen Klassifizierung und Training gingen gestern die Europameisterschaften in Island los. Recht erfolgreich lief es bereits am ersten Tag für die Berliner Schwimmerinnen und Schwimmer:

Daniela Schulte vom PSC Berlin

Daniela Schulte vom PSC Berlin

Daniela Schulte vom Paralympischen Sport Club Berlin (PSC Berlin) stellte zwei neue Weltrekorde in ihrer Startklasse über 200m Lagen im Vor- und Endlauf auf.

In der Zeit von 2:52,77 Minuten wurde sie Europameisterin und holte das erste Gold für Berlin.

Die zweite Medaille für den PSC Berlin erschwamm Lucas Ludwig über 100m Schmetterling in 01:00,03 Minuten.

Weiter gab es zwei vierte Plätze für Schwimmer des PSC Berlin: Nachwuchsschwimmer Daniel Schäfer über 100m Rücken in 01:12,96 Minuten und Thomas Grimm über 400m Freistil in 05:33,28 Minuten. Aktuelle Infos zum Schwimmteam Berlin unter http://www.bsberlin.de/DesktopDefault.aspx

Kirsten Bruhn (PSV Union Neumünster) verbesserte nicht nur ihre bisherige Bestzeit (aufgestellt bei der WM 2006), sondern stellte mit 5:24,91 Minuten einen neuen Europarekord in 400m Freistil auf – und gewann somit ihre erste Medaille bei dieser Europameisterschaft. „Nach den verhassten 400-Meter-Freistil kann ich die anderen Lagen entspannter angehen“, freut sich die neue Europameisterin – von Hamburger Abendblatt, Welt-online und Kieler Nachrichten über dpa zitiert. Die Wege der Presse sind vielfältig – und gut.

Verena Schott (BV Leipzig) wurde in 5:38,38 Minuten Zweite.

Annke Conradi (DJK-SB Regensburg) wurde ebenfalls Europameisterin über 50m Freistil in einer Zeit von 01:04,50 Minuten.

Insgesamt gab es drei erste sowie je einen zweiten und dritten Platz für die Schwimmerinnen und Schwimmer aus Deutschland.

Infos zu aktuellen Ergebnissen unter: http://www.ifsport.is/ec2009/default.asp

Bislang läßt die Lokal-Presse trotz der Erfolge des Berliner Schwimmteams mit Meldungen auf sich warten. Aber, was nicht ist, kann ja noch werden.

Update: 2. Tag (Montag, 19.10.)

Lucas Ludwig vom PSC Berlin

Lucas Ludwig vom PSC Berlin

Am Montag Abend schlug der 20-jährige Lucas Ludwig vom PSC Berlin  über 200 Meter Lagen in 2:15,96 Minuten nicht nur in Europarekordzeit an, sondern sicherte sich damit auch gleich den ersten Europameistertitel seiner Karriere.

Ähnliches vollbrachte der Paralympicssieger von 2008, Thomas Grimm. Bei seiner letzten Europameisterschaft schlug der inzwischen 36-jährige in einem spannenden Finale noch einmal als Erster an und gewann nach 12 Medaillen bei Paralympics, WM und EM erneut den Europameistertitel.

Update 3.Tag (Dienstag, 20.Oktober):

Auch am dritten Tag der Europameisterschaften im Schwimmen der
Behinderten ging das deutsche Team wieder erfolgreich auf Medaillenjagd.

Sprung ins schnelle Wasser

Sprung ins schnelle Wasser

Insgesamt fischte das 17-köpfige Team am Dienstagabend sechs Einzel- und
zwei Staffelmedaillen aus dem „schnellen“ Becken von Reykjavík / Island.
Die blinde Berlinerin Daniela Schulte schwamm in deutscher Rekordzeit von
1:25,45 über 100m Schmetterling (S11) zu Ihrem zweiten Einzeltitel dieser
Europameisterschaften. Hinter der Ukraine und Groß Britannien erkämpften
sich Lucas Ludwig (Schmetterling) und Daniel Schäfer (Rücken) vom Berliner
Schwimmteam gemeinsam mit Christoph Burkard (Rottweil, Freistil) und
Martin Schulz (Leipzig, Brust) die Bronzemedaille über 4x100m Lagen.
Weitere Medaillen gingen an diesem erfolgreichen deutschen Abend an die
Paralympicssiegerin Kirsten Bruhn (Gold), Annke Conradi (Gold) und Tanja
Gröpper
(Bronze) und über 50m Freistil sowie Christoph Burkard (Silber) und
Julia Kabus (Silber) über 400m Freistil in den jeweiligen Startklassen.
Am heutigen Mittwoch wird es vor allem im Finale über 400m Freistil der
Männer mit Lucas Ludwig und 50m Freistil der Frauen mit Daniela Schulte
aus Berliner Sicht spannend. Beide stehen in der europäischen Bestenliste
derzeit auf Platz drei.

Update 4.Tag (Mittwoch, 21. Oktober):

Lucas Ludwig holt über 400 Meter Freistil mit 4:15.70 min. Silber.

Daniela Schulte schwimmt über 50 Meter Freistil in 32,20 sec. zu Gold.

Julia Kabus gewinnt über 50 Meter Freistil mit 34,34 sec. Bronze.

Die Deutsche Nationalmannschaft steht mit 5 Gold-, 1 Silber- und 3 Bronze-Medaillen auf Rang 5 nach Großbritannien, Ukraine, Russland und Schweden. Mit 1 Weltrekord, 1 Europarekord und 5 Deutschen Rekorden ist das eine gute Zwischen-Bilanz.

Der Medaillenspiegel mit Stand vom 21. Oktober unter: 

http://www.ifsport.is/ec2009_results/day4_afternoon/SW0000000000..C95.4.0.pdf

(mit Schwimmteam Berlin/BSB, DBS, Fotos: Peter Lindoerfer)

Update: 5.Tag (Donnerstag, 22. Oktober)

Medaillen-Erfolgswelle für Deutschland

Online-Stream vom 5. Tag hier http://dagskra.ruv.is/sjonvarpid/4510423/2009/10/22/ Kirsten Bruhn schwimmt erneut zu Gold, Lucas Ludwig holt Silber und Sven Michaelis gewinnt Bronze. Weitere Sieger des Tages sind Verena Schott (Silber), Tanja Gröpper (Bronze), Maike Naomi Schnittger (Silber), Stefan Engelhardt (Silber).

Die perfekte Welle – Kirsten Bruhn triumphiert mit zwei Goldmedaillen
Am fünften Wettkampftag der Schwimm-Europameisterschaft der Behinderten in Reykjavik/Island haben die deutschen Athletinnen und Athleten erneut zugeschlagen und insgesamt acht Medaillen erkämpft.

Das deutsche Aushängeschild der Schwimmer, Kirsten Bruhn (PSV Union Neumünster) schwamm zum Doppel-Gold-Erfolg über 100 m Brust (01:35,12 min) und 100 m Freistil (01:13,69 min). Wer die Wettkämpfe per Live-Stream online verfolgt, staunt über die beeindruckend fließend-kraftvolle Schwimmtechnik, mit der die Top-Athletin und Sport-Ästhetin im schnellen Wasser wendet -um dann zielsicher in den Endspurt zu gehen. Andere Schwimmer stehen ihr darin indes kaum nach.

Von links: Daniel Schäfer, Christoph Burkard, Lucas Ludwig, Martin Schulz

Von links: Daniel Schäfer, Christoph Burkard, Lucas Ludwig, Martin Schulz

Gleich vier weitere Athleten sicherten sich je eine Silbermedaille. Verena Schott (BV Leipzig/01:14,13 min) über 100 m Freistil, Maike Schnittger über 200 m Freistil (TG Ennigloh/04:50,27 min), Stephan Engelhardt über 100 m Schmetterling (RSC Langenhagen/01:09,45 min) und erneut Lucas Ludwig (PSC Berlin/00:25,18 min) über 50 m Freistil.

Swen Michaelis (BFV Ascota Chemnitz/01:11,09 min) und Tanja Gröpper (TSV Bayer 04 Leverkusen) sicherten sich zudem je eine Bronzemedaille über 100 m Freistil und 100 m Brust in ihren Startklassen.

36 Nationen und 419 Athleten kämpfen noch bis kommenden Samstag , den 24.Oktober, um die begehrten Medaillen in 14 Startklassen (10 körperbehinderte – SK 1-10, 3 sehbehinderte – SK 11-13 und erstmals eine geistig behinderte Startklasse – 14).

Der Online-Stream vom Freitag, dem 23. Oktober http://dagskra.ruv.is/sjonvarpid/4510424/2009/10/23/

Die Erfolgswelle der Berliner Schwimmer hat jetzt auch die Regional-Presse erreicht. Die Märkische Oderzeitung berichtet mehrmals über diese IPC Schwimm-EM 2009

http://www.moz.de/index.php/Moz/Article/category/Sport/id/301051

http://www.moz.de/index.php/Moz/Article/category/Sport/id/301214

Chapeau!

Update 6. Tag

Maik Zeh, Manager des Schwimmteam Berlin, ergänzt die Erfolgsmeldungen wie folgt:
Berlins Schwimmer gewinnen die 12. und 13. Medaille
Am vorletzten Tag der Europameisterschaften in Island gewannen Berlins
Aushängeschilder Daniela Schulte und Lucas Ludwig die Medaillen Nummer 12 und
13 für den Paralympischen Trainingsstützpunkt Berlin.
Mit neuem Weltrekord von 1:20,36 min über 100m Rücken schwamm Daniela
Schulte zu Ihrem fünften Einzeltitel bei dieser EM.

Serienmedaillengewinner Lucas Ludwig konnte auch gestern seine beeindruckende Statistik aufrechterhalten. Mit deutschem Rekord von 1:02,57 min über 100m Rücken erkämpfte er sich eine hervorragende Silbermedaille. Für den 20-jährigen war dies die sechste Medaille am sechsten Tag bei seiner ersten EM-Teilnahme.

Am heutigen letzten Wettkampftag könnte er als ehemaliger Europarekordhalter über 100m Freistil mit einer Medaille in diesem Rennen die Statistik perfekt machen.

Die Zwischenbilanz des Berliner Schwimmteams nach 6 von 7 Tagen:
7 x Gold – 3 x Silber – 3 x Bronze
3 Weltrekorde – 1 Europarekord – 6 Deutsche Rekorde

Update 7. und letzter Wettkampftag:

Lucas Ludwig ist Doppel-Europameister

Auch am letzten Tag gelang den Berliner Sportlern wieder ein wundervoller Coup bei den Europameisterschaften in Island. Der 20-jährige Lucas Ludwig schwamm zeitgleich mit David Levecq (Spanien) in 0:54,44 min zum Europameistertitel über 100m Freistil. Er krönte sich damit zum Doppel-Europameister über 200m Lagen und 100m Freistil und zum Gewinner von fünf weiteren Medaillen. Ebenso erfolgreich war auch Daniela Schulte, die in 1:10,00 min noch Silber über die 100m Freistil gewann, mit insgesamt fünf Goldmedaillen.

Eine hervorragende Bilanz stellte das deutsche Team im letzten Rennen auf.

Mit Bronze in der 4x100m Freistil-Staffel der Frauen, schaffte das Team es, dass jeder Sportler eine Medaille bei den diesjährigen Europameisterschaften gewann. Mit in dem 4x100m Freistil Team der Frauen, war auch Berlins jüngste Sportlerin, Jennifer Aßmann.

Deutsche Mannschaft auf dem Weg zur EM Schwimmen: 5 Berliner starten in Reykjavik

Am Donnerstag, dem 15.Oktober, geht es unter der Leitung von Team-Manager Bernhard von Welck und Bundestrainerin Ute Schinkitz für die Schwimm-Nationalmannschaft auf ins isländische Reykjavik. Nach 2001 finden hier endlich wieder Europameisterschaften für Schwimmer mit Handicap statt.

36 Nationen mit 419 Athleten schwimmen vom 18. bis 24.Oktober um die begehrten Medaillen in 14 Startklassen (Startklasse 1-10: körperlich Beeinträchtige, Startklasse 11-13: Sehbeeinträchtigte und erstmals auch Startklasse 14 der kognitiv Beeinträchtigten).

Die zahlenmäßig stärksten Teams kommen aus Russland (50 Athleten), Spanien (42), der Ukraine (38) und aus Großbritannien (38). Für Deutschland starten neun Sportlerinnen und acht Sportler aus acht Bundesländern – am Start auch fünf Athleten des Berliner Schwimmteams. Alle wollen sich im europäischen Maßstab wieder unter den besten 10 Nationen etablieren.

Der Sender RBB präsentierte den Schwimmer Thomas Grimm vom PSC Berlin vor den Paralympics Peking 2008 in einer Sport-Reportage.

Die Leistungen der Paralympics 2008 konnten im Jahresverlauf schon gesteigert werden.

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Die fünffache Medaillengewinnerin Kirsten Bruhn erzielte dabei zwei Weltrekorde auf paralympischen Strecken.

Die Bronzemedaillengewinnerin Daniela Schulte, Annke Conradi, Christoph Burkard, Lucas Ludwig und Daniel Simon konnten ebenfalls ihre Leistungen steigern.

Für die Nachwuchssportler Maike Naomi Schnittger, Daniel Schäfer, Jenny Aßmann, Annika Geller, Stephan Engelhardt und „Quereinsteigerin“ Tanja Gröpper ist es die erste internationale Bewährungsprobe.

Zum Team gehören außerdem Swen Michaelis, Martin Schulz, Thomas Grimm, Verena Schott und Julia Kabus. (bsb/dbs-npc)

Das Schwimmteam Berlin hat bereits die AOK Berlin-Brandenburg als neuen Sponsoren gewonnen – Medaillen werden sicherlich folgen!

Festival der Rekorde – IDM Schwimmen 2009

23. IDM Schwimmen – Eine Sportveranstaltung der Superlative

In der Zeit vom 28. Mai bis 31. Mai fand die Internationale Deutsche Meisterschaft (IDM) Schwimmen zum zehnten Mal in Folge im Berliner Europa Sportpark SSE statt. Mehr als 480 Schwimmer aus 31 Nationen waren am Start. Europa- und Weltrekorde wurden aufgestellt, Medaillen und Schwimmer gefeiert.

Zudem unterzeichneten Internationales Paralympisches Komitee (IPC) und Nationales Paralympisches Komitee (NPC) den Vertrag über die Austragung der EM Schwimmen 2011 in Berlin.

Daniel Schäfer vom PSC Berlin im ZDF

Wettkampftag 1 (Donnerstag, 28. Mai 2009):
Die IDM war noch keine sechs Minuten alt, da fiel im ersten Lauf schon der erste Weltrekord:

Auf 400m Lagen stellte die Französin Emilie Harris mit 05:45,71 die erste Weltbestleistung im schnellen Berliner Wasser auf.

Pech hatte Lokalmatador Lucas Ludwig vom Paralympischen Sport Club Berlin (PSC Berlin) im zweiten Wettkampf des Tages. Nach seiner Europarekordzeit über 400 Lagen wurde er nach der 200m Wende wegen Delphinkick und Wechselbeinschlages disqualifiziert.

Die Internationalen Deutschen Meister:
400m Lagen Frauen – Daniela Schulte, PSC Berlin (06:27,02)
400m Lagen Männer – Martin Schulz, BV Leipzig (05:13,85 – ER)
800m Freistil Frauen – Katarzyna Pawlik, Polen (09:34,02 – WR)
800m Freistil Männer – Andre Brasil Esteves, Esporte Clube Pinheiros – Brasilien (08:40,56 – WR)

Wettkampftag 2 (Freitag, 29. Mai 2009):
Auch am zweiten Wettkampftag ging es bei der IDM sehr erfolgreich weiter mit
13 Welt-, 5 Europa- und einem „Panamerikanischen Rekord“ (PAR).

Gleich zwei neue Fabelweltrekorde über 200m Freistil (02:34,02) und 50m Rücken schwamm Berlins Ausnahmeathletin Daniela Schulte (PSC Berlin) am Nachmittag.

Kirsten Bruhn vom PSV Neumünster war schon im Vorlauf über 100m Brust Weltrekord geschwommen, der aber wegen einer technischen Panne bei der Zeitnehmung nicht anerkannt werden konnte. In der Wettkampfpause sagte sie: „So schnell lasse ich mich nicht unterkriegen, heute Nachmittag greife ich noch mal an.“ Und tatsächlich schwamm sie dann am Freitagnachmittag eine neue Weltrekordzeit in 01:34,02 (1.075 Punkte).

Die Internationalen Deutschen Meister:
4 x 100m Freistil Frauen – Rußland (05:07,58)
4 x 100m Freistil Männer – BSV Nordrhein-Westfalen (04:51,12)
200m Freistil Frauen – Jugend – Anna Omielan, Polen (02:22,67)
200m Freistil Männer – Jugend – Kristijan Vincetic, Kroatien (02:05,63)
200m Freistil Frauen – Daniela Schulte, PSC Berlin (02:34,02 – WR)
200m Freistil Männer – Andre Brasil Esteves, Esporte Clube Pinheiros – Brasilien (01:54,46 – WR) 50m Rücken Frauen – Jugend – Greta Carrara, Team Lombardia – Italien (00:43,11)
50m Rücken Männer – Jugend – Jonathan Fox, Großbritannien (00:35,09 – WR)
50m Rücken Frauen – Daniela Schulte, PSC Berlin (00:36,74 – WR)
50m Rücken Männer – Igor Plotnikov, Rußland (00:35,36 – WR)
100m Brust Frauen -Jugend – Lisa Den Braber, Niederlande (01:39,17)
100m Brust Männer – Jugend – Andreas Onea, Österreich (01:17,02)
100m Brust Frauen – Kirsten Bruhn, PSV Neumünster (01:34,02 – WR)
100m Brust Männer – Christoph Burkard, TV Rottweil (01:27,07)
100m Schmetterling Frauen – Jugend – Sarai Gascon Moreno, Spanien (01:12,23)
100m Schmetterling Männer – Jugend – Tamas Sors, Ungarn (01:00,05)
100m Schmetterling Frauen – Anastasia Diodorova, Rußland (01:32,19 – ER)
100m Schmetterling Männer – Tamas Sors, Ungarn (01:00,05)

Thomas Grimm und Lucas Ludwig (PSC Berlin) im RBB – ein Porträt

Wettkampftag 3 (Samstag, 30. Mai 2009):
2 Welt- und 1 Europarekord in einem Rennen. Die Zusammenlegung verschiedener Startklassen soll das Schwimmen während der IDM für den Zuschauer interessanter und spannender machen. So kam es im 200m Rücken-Finale zu einem Zusammentreffen der beiden herausragenden deutschen Athletinnen: die querschnittgelähmte Kirsten Bruhn vom PSV Neumünster traf auf die blinde Daniela Schulte vom PSC Berlin.
Kirsten Bruhn schwamm mit 02:56,35 (1.006 Punkte) einen neuen Weltrekord, Daniela Schulte mit 02:53,88 (998 Punkte) ebenfalls einen neuen Weltrekord und die Unterarm-Amputierte Französin Emilie Gral mit 02:43,27 (749 Punkte) einen neuen Europarekord.

Die Internationalen Deutschen Meister:
200m Schmetterling Frauen – Anastasia Diodorova, Rußland (03:27,14)
200m Schmetterling Männer – Federico Morlacchi, Team Lombardia – Italien (02:20,96)
200m Rücken Frauen – Kirsten Bruhn, PSV Neumünster (02:56,35 – WR)
200m Rücken Männer – Igor Plotnikov, Rußland (02:44,63 – WR)
4 x 100m Lagen Frauen – Rußland (05:39,21)
4 x 100m Lagen Männer – Ungarn (04:55,50)
150m Lagen Frauen – Jugend – Jennie Ekström, Schweden (03:51,68)
150m Lagen Männer – Jugend – Jonas Larsen, Dänmark (03:14,49)
150m Lagen Frauen – Karina Lauridsen, Dänemark (02:55,62)
150m Lagen Männer – Xavier Torres Ramis, Spanien (02:42,56)
100m Freistil Frauen – Jugend – Louise Watkin, Großbritannien (01:04,82)
100m Freistil Männer – Jugend – Tamas Sors, Ungarn (00:59,38)
50m Brust Frauen – Jugend – Paulina Wozniak, Polen (00:39,70)
50m Brust Männer – Jugend – Stephan Engelhardt, RSG Langenhagen (00:36,30)
50m Brust Frauen – Kirsten Bruhn, PSV Neumünster (00:43,69 – WR)
50m Brust Männer – Mihovil Spanja, Kroatien (00:38,41 – WR)
200m Lagen Frauen – Jugend – Teigan Anne van Roosmalen, Australien (02:40,91)
200m Lagen Männer – Jugend – Samuel Hynd, Großbritannien (02:35,49)
200m Lagen Frauen – Daniela Schulte, PSC Berlin (03:00,00)
200m Lagen Männer – Xavier Torres Ramis, Spanien (03:34,74)

Wettkampftag 4 (Sonntag, 30. Mai 2009):
Deutschlands Ausnahmeathletin Kirstin Bruhn hat am Sonntagmittag ihren insgesamt sechsten Weltrekord bei der IDM erschwommen. Über 200m Brust in 03:23,12 (1.055 Punkte) wurde sie mit neuer Weltbestzeit Internationale Deutsche Meisterin.

Die Internationalen Deutschen Meister:
200m Brust Frauen – Kirsten Bruhn, PSV Neumünster (03:23,12 – WR)
200m Brust Männer – Alejandro Sanchez Palomero, Spanien (02:42,94)
400m Freistil Frauen – Jugend – Maike Naomi Schnittger, TG Ennigloh (04:51,64)
400m Freistil Männer – Jugend – Kristijan Vincetic, Kroatien (04:26,99)
400m Freistil Frauen – Annke Conradi, DJK-Sportbund Regensburg (09:33,24)
400m Freistil Männer – Kristijan Vincetic, Kroatien (04:26,99)
50m Schmetterling Frauen – Jugend – Jennie Ekström, Schweden (01:09,19)
50m Schmetterling Männer – Jugend – Tamas Sors, Ungarn (00:27,44 – WR)
50m Schmetterling Frauen – Anastasia Diodorova, Rußland (00:40,92)
50m Schmetterling Männer – Tamas Sors, Ungarn (00:27,44 – WR)
100m Rücken Frauen – Jugend – Ellie Victoria Cole, Australien (01:12,99)
100m Rücken Männer – Jugend – Tamas Toth, Ungarn (01:08,02)
100m Rücken Frauen – Kirsten Bruhn, PSV Neumünster (01:24,53)
100m Rücken Männer – Konstantin Lisenkov, Rußland (01:08,46)
50m Freistil Frauen – Jugend – Maike Naomi Schnittger, TG Ennigloh (00:29,72)
50m Freistil Männer – Jugend – Tamas Sors, Ungarn (00:27,45)
50m Freistil Frauen – Chantal Cavin, Schweiz (00:32,36)
50m Freistil Männer – Itzhak Mamistvalov, Israel (01:04,66)

Ein Festival der Rekorde: 30 Welt-, 20 Europa- und ein Panamerikanischer Rekord
8 Welt- und 1 Europarekord für Deutschland, davon 3 Weltrekorde an den PSC Berlin.

Eine Sportveranstaltung der Superlative,  die 23. Internationalen Deutschen Meisterschaften im Schwimmen: 475 Teilnehmer aus 119 Vereinen und Verbänden aus 31 Nationen erzielten bei 2.189 Starts insgesamt 30 Welt-, 20 Europa- sowie einen Panamerikanischen Rekord.

Aus Deutschland nahmen 184 Aktive aus 73 Vereinen teil und schwammen 8 Welt- und einen Europarekord.
Beste Schwimmerin war zum wiederholten Male Kirsten Bruhn vom PSV Neumünster, die 5 Weltrekorde über 100m Brust, 100m Rücken, 200m Brust, 200m Rücken und 50m Brust erzielte.

Martin Schulz vom BV Leipzig schwamm Europarekord über 400m Lagen.

3 Weltrekorde gingen an den Paralympischen Sport Club Berlin (PSC Berlin).
Daniela Schulte war mit 3 Weltrekorden die überragende Teilnehmerin aus Berlin: die Siege über 200m Freistil sowie 50m und 200m Rücken machten sie zur besten blinden Schwimmerin dieser Meisterschaft.

Weitere Informationen und alle Ergebnisse unter: http://www.idm-schwimmen.de

Viele Fotos der IDM Schwimmen 2009 auf: http://www.bsberlin.org

Quelle: BSBerlin/Reinhard Tank – PlusSport