Paralympics rocken! Sportrausch, sonniges Strahlen in Vancouver & Whistler „Twitter is over capacity“ – und ein Fall naiver Leistungssteigerung

Dabei sein ist alles! Dieses olympische Credo ist aus den Bergen von Whistler Creekside längst im Web angekommen. Mit den vielen sportlichen Höchstleistungen schnellt auch der Puls der Paralympics-Fans in die Höhe – und zeitgleich mit den Athleten auf Piste und Loipe rasen Tweets tausendfach über die Timeline bei Twitter: Echtzeit in Rekordzeit. „Dabei sein“ um jeden Preis? Ein leistungssteigerndes Pressethema gerade.

Blutdruckhemmende Mittel, die der schwedische Curler Glenn Ikonen seit Jahren einnimmt, bringen die Doping-Debatte nach Olympia jetzt wieder bei den Paralympics ins Rollen. Paralympische Athleten unterliegen – oft auf Medikamente angewiesen – einer strengen Meldepflicht: Mehrmals täglich geben sie online Bericht zur Kontrolle. Das ist aufwändig und scheint auch notwendig.

Wenden wir uns dem Leistungssport zu.

Twitter is over capacity.
Too many medals! Please wait a moment and try again – for more.



Paralympics-Stars wie Brian McKeever und jetzt auch Verena Bentele sorgen für Hypes – und Medientraffic

Dem Rausch der Medaillen- und Rekordjagd vor strahlend sonniger Bergweltkulisse kann sich einfach nicht entziehen, wer allabendlich nach der Arbeit der verfügbaren Live-Bericherstattung folgt: die Nacht wird zum Tag gemacht. Wenn Jäger im frühen Morgengrauen auf Pirsch gehen, fällt unsereins ins Bett – mit Beute: enthusiasmiert, euphorisiert, adrenalinselig – glücklich über das Glück der Sportler und Fans im fernen Kanada.

Die Bilder der Männer und Frauen, die da sogar waghalsige Stunts hinlegen auf ihrem Weg zur Medaille und den Sieg über Hindernisse, sie rauben Fans schier den Atem. Die Bilder entfesselter Emotionen und des Könnens von Verena Bentele, Gerd Schönfelder oder Andrea Rothfuss wie so vieler internationaler Athleten pumpen sich durch die Adern mitten ins Herz, über die Sinne ins Hirn. Die pure Leidenschaft.

Andrea Eskau, die jetzt ihre sensationelle Premiere bei den Winterspielen mit gleich mehrfachem Edelmetall erlebt, bringt es auf den Punkt: „Da weiß ich, ich bin ein Tier!“ Sie ist als Siegerin auch der Sommer-Paralympics erstmals bei den Winterspielen vom Handbike auf den Schlitten umgestiegen – gleitet bei Biathlon und Langlauf von Erfolg zu Erfolg. Sie schätzt die besondere Atmosphäre der Winter-Paralympics, entdeckt einen Unterschied zu den Sommerspielen: „Wir sind eine Familie. Hier weiß jeder, wie hart die Scheiße ist. Das ist nochmal anders als im Sommer.“ Dieser Spirit.

Der ist auch anders als bei Olympia. Ganz großes Kino. Warum also zwei Blockbuster zu einem B-Movie zusammenschneiden, wenn das Publikum seine spezielle Wahl beim Sportevent trifft?

So oder so, Authentizität und Professionalität sind gefragt: alle Athleten bieten sie. Quotenverrückter Medienzirkus eher nicht. Sport ist immer – auch nach den Spielen. Man darf gespannt sein, ob paralympischer Sport nach Vancouver die Presse lockt. Die berichtet auch aktuell kaum über den sonstigen Leistungssport mit Handicap, so etwa über die kürzlich erfolgreichen Danish Open – mit Schwimmstar Kirsten Bruhn am Start. Medienmachern ein Pokerface zu unterstellen, wäre indes reichlich „gaga“.

Sledgehockey: Renner in Kanada. Events aller Sportarten starten überall.

Medien – besonders die deutschen – berichten jetzt umfassend über die Winter-Paralympics. Besonders erfreulich: Das journalistische Augenmerk liegt mehr auf professioneller Kommentierung, die sportliche Aspekte der einzelnen Disziplinen zeigt. Schwer Nachvollziehbares wird erläutert, analysiert – und auch zuweilen kritisiert: „Warum wird beim Rollstuhl-Curling nicht gewischt?“ fragt mit den Zuschauern der Sportjournalist. Der Skip des jetzt ausgeschiedenen deutschen Curling-Teams nimmt’s gelassen: „Ich spiele gegen Steine, nicht gegen Menschen.“ Die Haltung macht den Unterschied – auch mit Blick auf Olympia.

Verbotener Sportrausch ist hier wie da Thema. Doch auch hier liegt der Teufel im Detail: Sportler mit Handicap ahnen oft nicht, durch die notwendige Einnahme von Medikamenten gegen Anti-Dopingregeln zu verstoßen. Werfe jetzt nicht mit (Curling-) Steinen nach Schweden, wer selbst im Glashaus sitzt. Der deutsche Paralympics-Teilnehmer in Peking, Ahmet Coskun, bezog nach den Sommerspielen 2008 Stellung zu seinem eigenen Fall: „Viel schwerer wiegt für mich der Schaden für den Sport,  den Verband, meine Mitspieler. Das bedrückt mich zutiefst.“ Er hatte seinerzeit seinen Haarwuchs steigern wollen. Leistungssteigerung per „Boosting“? Adrenalinkick durch volle Blase oder abgebundene Glieder? Haarsträubende Idee. Wer, bitte, tut sowas? Man sollte nicht naiv sein. Sowas fliegt auf – hier wie da. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen: Süffisante Kommentare sind wie unlautere Adrenalin manipulierende Mittel selbst – eher kontraproduktiv. Sie schaden dem sportlichen Ansehen aller Athleten, die mit fairen Mitteln kämpfen.

Auch bei Skandalthemen ist es wie immer in den Medien:

Twitter is over capacity.
Too many tweets! Please wait a moment and try again.

Sportlern wie Schreibern der Spiele sind ein ruhiges Händchen und faire Mittel immer öfter empfohlen. Wo bleibt sonst der Spirit, den auch Sportfans teilen? Auf der Strecke.

Womöglich sind wegen allseits gelungener Inklusion Blogs und Tweets wie diese als Nischentext bald schon obsolet. Das klingt absurd? Wir werden es erleben. Hoffentlich.

Dann schreiben wir über Sport und die Dinge des Lebens – ganz allgmein und für Alle: möglichst barrierefrei. Es ist noch viel zu tun, sagen zu Recht auch Mediennutzer mit Handicap. Dabei sind es gerade auch die leiseren Zwischentöne, die unsere Aufmerksamkeit gewinnen. Deutsche Fans zwitschern noch kaum wahrnehmbar im sportlich-fanverrückten Twitterkonzert: Vancouver im Frühling – auf zum paralympischen Sport an allen Orten! Auch über Facebook und Twitter rocken viele Sportarten mit Handicap die Arena. Wie wär’s mal wieder mit Rollstuhlbasketball?

(Foto: flickr) Eigene Fotos aus Vancouver und Whistler hätte ich hier natürlich gerne gezeigt. Zwei Jobs und Sportschauen daheim. Anders als sonst – von Sportvereinen und Verbänden – erreichen mich tägliche PMs des DBS ohne Fotos: die gibt es in der Presse.

Daher verweise ich beim Twittern über die Paralympics auch gerne auf diese Quellen.

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Lieber Herr Beucher, bitte lesen Sie auch Twitter.

Sie sprechen den meisten Athleten und Fans der Paralympics sicher aus der Sportlerseele, wenn Sie die Medien auffordern, auch den Winterspielen der Behinderten in Vancouver und Whistler eine Berichterstattung zu widmen, die den Olympischen Spielen nicht nachsteht.

Kathi staunte kürzlich: „Überall Werbung für die Paralympics. Ich komme gar nicht daran vorbei!“ Die 24-jährige Berlinerin findet die Paralympics spannend, die Sportler klasse. Sie schaut bei Facebook, was es Neues gibt, wer da alles aktiv ist – und schon jetzt vor der Eröffnungsfeier Feuer und Flamme für die Spiele nach den Spielen.

Umfragen zufolge ist das Interesse an den Paralympics groß, doch die Sendezeiten und Presseberichte decken den vielfältigen Informations- und Unterhaltungsbedarf im Sport trotz deutlicher Steigerung des Medienangebots noch nicht ganz. Zuschauer und Leser wissen oft nicht, wann und wo sie die Paralympics aus der Ferne verfolgen können: Olympia-Specials haben den Sprung nach Vancouver hinter sich. Auch Medien müssen Barrieren meistern.

Wo und wie, bitte, geht es jetzt zurück nach Kanada, wo ein ganzes Land wieder mit Sportlern und Fans aus aller Welt feiert?

Lesen Sie Twitter! Da geht die Party weiter.

„Go Paralympics!“ – auch nach den Spielen.

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Gesucht & gefunden - Twitter Sportler, Sponsoren und Fans vernetzen sich hier. _____________________________________________________________________________

Für alle, die zwar nicht live bei den Winterspielen in Vancouver dabei sein können – aber in Echtzeit nichts verpassen wollen.

Blattkritik: Nichts Neues in den News über Behindertensport? up(to)date #2.0

Die :paralympic_News_01_10 stehen an.
Die Nachrichtenticker laufen auf Hochtouren beim Sport.
Unsere Nachrichtenlage ist eher bescheiden? Stimmt nicht.

Sportreporter brauchen Sportler – beide brauchen Fans

Presse ist gut – Community besser. Eines kommt nicht ohne das andere aus. Der „Elektrische Reporter“ erklärt Dinge, die man eigentlich nicht erklären kann: http://www.elektrischer-reporter.de/index.php/site/film/45/

Hier ein offener Brief des Präsidenten des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) Friedhelm Julius Beucher
an die Medien – der Aufruf im Wortlaut:

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Sehr geehrte Medienvertreter,
sehr geehrte Redakteure in den Sportredaktionen,
sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Sportfreunde,

in nur wenigen Wochen folgen der diesjährigen Winter-Olympiade in
Vancouver die Paralympischen Winterspiele (12. bis 21. März 2010). Der
Deutsche Behindertensportverband wird am 17. Februar die Athletinnen und Athleten nominieren, die unser Land in Kanada vertreten werden. Bis zu diesem Zeitpunkt nutzten und nutzen noch viele der Sportler die anstehenden Welt- und Europacups um wichtige Qualifikationspunkte zu sammeln.

Leider konnte ich bisher auf keiner Sportseite der deutschen Zeitungen –
abgesehen von einigen lokalen Berichterstattungen- Hinweise oder gar
Berichte über erzielte Platzierungen bei internationalen wie auch nationalen Wettkämpfen entdecken. Dabei gehen unsere Informationen regelmäßig an insgesamt 800 Redaktionen in Deutschland. Ich erhebe dabei bewusst nicht den Anspruch die bisherigen Erfolge, übrigens durchweg auf den 1.bis 5. Plätzen, montags lesen zu können. Ich weiß, dass spätestens seit Bundesligabeginn im Fußball und der momentan stattfindenden Handball-EM, neben den Berichten über andere Sportarten und die Olympiavorbereitung der Nichtbehinderten dann kein Platz ist. Aber der Sport hat ja mindestens täglich 1-2 Seiten!

Ich möchte Sie deshalb bitten, der Berichterstattung über den Wintersport
unserer behinderten Leistungssportler, die bekanntlich zu den Besten der Welt zählen, angemessenen Raum in Ihrem Medium zur Verfügung zu stellen. Das gebietet unser Anspruch auf Chancengleichheit sowie der Respekt vor den Leistungen der Athletinnen und Athleten und selbst wenn zunächst nur bei Kurznachrichten oder ähnlichen Rubriken die Sieger und Siegerinnen „auf dem Stockerl“ erwähnt werden.

Sie werden spätestens an den jeweiligen Montagen nach den noch
ausstehenden Wettkämpfen Ergebnisse und Informationen online erhalten.

Dafür sorgt persönlich unsere Pressesprecherin Markéta Marzoli.
Eine Aufstellung der noch ausstehenden Wettkämpfe finden sie hier:

Ski alpin:

17.-23.01.Weltcup in Sestriere/ITA
12.-14.02. Weltcup Arta Terme/ITA
28.02.-05.03. Weltcup in Aspen/USA

Ski nordisch:
25.01.-01.02. Weltcup Bessans/FRA
01.02.-07.02. Weltcup Oberried/D

Mit sportlichen Grüßen

Friedhelm Julius Beucher
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Das Anschreiben an die Medien als PDF hier:

Offener Brief an die Medien von Friedhelm Julius Beucher

Meine Meinung:
Die Kommunikation zum Thema Behindertensport ist auch im Bereich Social Media und Blogs – trotz vielseitiger Aktivitäten in allen Onlinebereichen – hierzulande noch immer recht verhalten. Nicht ohne Grund? Warum haben professionelle Sport-Journalisten und sogar innovative Blogger – wie etwa Jens Weinreich – paralympischen Sport selten oder nicht auf ihrer Agenda?

Verbände und Vereine haben sich als Ziellinie „Inklusion“ und „Integration“ auch im Sport gesetzt. Derweil präsentieren sich Athleten bei Olympia und Paralympics noch immer in getrennten Arenen – mal vor gut gefüllten Rängen, mal vor fast leeren Zuschauerplätzen. Erstmals die Sommerspiele in Peking 2008 boten allen Athleten richtig großes Publikum – sehr zur Freude auch der Paralympioniken.

Eine Annäherung findet – in der Sportszene nicht unumstritten – langsam statt: Der kanadische Langläufer Brian McKeever wird in Vancouver ein kleines Stück Sportgeschichte schreiben. Als stark sehbehinderter Athlet geht er als erster Wintersportler sowohl bei den Olympischen Winterspielen als auch bei den anschließenden Paralympics an den Start:
http://www.focus.de/intern/archiv/langlauf-mckeever-plant-historischen-doppelstart_aid_473627.html

Schwimmerin Nathalie du Toit und Tischtennissportlerin Natalia Partyka haben bei den Sommerspielen bereits gezeigt, wie das geht – mit Erfolg.
Oscar Pistorius hat sich die Starterlaubnis bei Olympia juristisch erkämpft und sprintet gegen Vorbehalte,  Zeit und für seine Qualifizierung.

Änderungen der bislang hochkomplexen paralympischen Regelwerke und Startklassen sind in vollem Gange, um den paralympischen Sport fürs Publikum transparenter und attraktiver zu machen. Nur wenn das gelingt, füllen sich die Zuschauertribünen – und die Presse ist für alle Athleten und Fans mit am Start. Das gilt umso mehr in Zeiten knapper Ressourcen. Christiane Link hat dieses Thema bereits vor langer Zeit in ihrem Blog „Behindertenparkplatz“ diskutiert http://www.behindertenparkplatz.de/cl/2008/01/14/897/ Sie sagt, Paralympics als „Sonderveranstaltungen behinderter Menschen sind sowas von out“.

Sie schlägt vor: „Man könnte die Paralympics und die Olympischen Spiele zusammen legen und die Wettkämpfe abwechselnd abhalten. Mal startet eine Gruppe behinderter Sportler, mal eine Gruppe nicht behinderter Sportler. Die Spiele zeitlich zu trennen, macht für mich keinen Sinn und ist nichts anderes als Ausgrenzung.“ Diese Meinung findet zunehmend breite Zustimmung. Die Streichung von Sportdisziplinen hingegen ist unverständlich. Leichtathletik und Schwimmen auch der Athleten ohne Handicap haben als Randsportarten ohnehin weniger Publikum als Breitensport Fußball.

Sportevents und Wettbewerbe der Athleten mit Handicap finden auch zwischen den Spielen sicherlich mehr Aufmerksamkeit bei Medien und Sportfans, wenn sie integrativ stattfinden – ohne das alte Etikett „Behindertensport“. Im Bereich Jugendsport bei Vereinen – wo auch der olympische und paralympische Nachwuchs trainiert – ist dies bereits öfter der Fall. So etwa beim beliebten dynamischen Rollstuhlbasketball, wo Fußgänger mit Rollifahrern ein Team bilden – und gemeinsam übers Spielfeld Richtung Korb rasen, dabei der gegnerischen Mannschaft den Ball abjagen. Auch an der Tischtennisplatte oder beim Badminton gehen Sportler mit und ohne Handicap immer öfter gemeinsam zum Aufschlag ans Netz. Sportberichte und Bilder gehen schon jetzt online ins Netz – auf Facebook, Youtube, Blog und Twitter. Sportler und Fans sind hier aktiv und ergänzen – oder ersetzen – die klassischen Medien. Zeitung, Radio und Fernsehen sollten mit ihren Sportreportern am Start sein.

In Sportveranstaltungen, Online-Foren und Social Networks kommen Sportler und Fans, Infos und Feedback zusammen – zeitnah. Es gilt ja das Credo: schneller, höher, weiter.


Sportkommunikation ist zunehmend auch als Marken-Kommunikation auf PR und Cross Media angewiesen. Das zeigt die aktuelle Kampagne der Deutschen Sporthilfe, die auf Facebook per Viral-Marketing um Sponsoren wirbt. Marketing-Experte Oetting weist zurecht darauf hin, dass es nicht genüge, Kreativen zuzurufen:“Macht uns mal eine Kampagne für unseren neuen Sportschuh!“ Er sagt, Community sei eine Einstellung – keine Klickmaschine: http://www.connectedmarketing.de/cm/2010/01/community-ist-eine-einstellung.html

Was nützen neue Sportschuhe, wenn die Kommunikation ein alter Hut ist?

Die einfache Weiterleitung von Pressemitteilungen per „Copy&Paste“ mag zwar Reichweiten erzeugen, greift aber zu kurz – es fehlt an Tiefe und O-Tönen in der Berichterstattung. Wer will das lesen? Journalismus – auch die sogenannte Graswurzelvariante – ist aufwendig und verdient Honorierung. Da verweise ich per Link lieber gleich auf die Quelle, das ist seriöser und vertrauensbildender als einfaches „Abschreiben“. Zum Twittern genügen schon wenige Worte – genau genommen 140 Zeichen.

Auch Kontaktpflege und Recherche brauchen Zeit. Viele Ansprechpartner in Vereinen sind ehrenamtlich tätig, Pressestellen eher die Ausnahme. Informationen müssen je nach Veröffentlichung in Print oder Online zielgruppengerecht aufbereitet werden – möglichst barrierefrei.

Die Low-Budget-Alternative? Der Pressespiegel online.

In Kürze hier also wieder :paralympic_News_01_10 – ein Pressespiegel, ganz ohne Honorar zusammengestellt, aber mit viel Zuspruch gelesen. Weil er es wert ist – der paralympische Sport.

Presse-Medien machen sich gerade auf den Weg von Print nach Online. Community – da sind die Fans. Sportler müssen sich nur noch mehr zeigen, auch durch Marken-Kommunikation und Dialog mit ihren Fans: Sport und seine Fankultur liefern den Stoff: aktuelle Berichte, die eine gute Zeitung ausmachen. Wie ein Spagat zwischen Olympia und Paralympics ist das? Eher eine Brücke – mit erreichbarer Ziellinie.

Bei alledem gilt wie im Leistungssport: Qualität vor Quantität – alles andere behindert nur.

Bleiben wir dran… Sponsoren für Sportler: „Da geht noch was!“ – auch bei Fans

Bevor es hier weiter geht mit dem Bloggen – nur ein kurzer Werbeblock: Bleiben Sie dran!

Die Stiftung Deutsche Sporthilfe ist dieser Tage mit neuer Kampagne am Start: mit „Stellenanzeigen“ und einem Quiz https://www.sporthilfe.de/Startseite.dsh Eine auskömmliche Sportlerkarriere als Hauptgewinn?

Fragen über Fragen – und ein Interview.

Der Vorstandschef der Stiftung Deutsche Sporthilfe, Werner E. Klatten, erläutert im Gespräch mit dem Tagesspiegel Motive und Ziele der Spenden-Kampagne http://www.tagesspiegel.de/sport/art272,2987308

Richtig geschaltet? Sport sucht Sponsoren per Stellenanzeige

Stellenanzeige Sportler

…gesehen auf „Yucca Tree Post“, dem Blog von Jürgen Vielmeier. Lesenswert auch die Kommentare dort zum Thema: http://yuccatree.de/2010/01/ironische-kampagne-der-deutschen-sporthilfe-60-stunden-woche-fur-600-euro/

Als Repräsentanten aller von der Deutschen Sporthilfe geförderten Leistungssportler engagieren sich der Schwimmer Thomas Lurz, Fechterin Britta Heidemann, Judo-Sportler Ole Bischof, Leichtathletin Steffi Nerius, die Kanuten Nicole Reinhardt und Max Hoff – sowie der Alpin-Skirennfahrer und Paralympionike Gerd Schönfelder.

Bemerkenswert hier, dass der Paralympics-Top-Athlet in einer dpa-Pressemeldung bei der Süddeutschen Zeitung, immerhin als einzigem Blatt genannt, doch recht lapidar ohne Nennung seiner Leistungssportdisziplin allgemein dem „Behindertensport“ zugeordnet wird: http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/899392 . Da braucht es noch etwas mehr als Stellenanzeigen für Sportler im Blatt: „Journalisten gesucht“…

Schwimmer gesucht

Die FAZ titelt zu dieser Anzeige in ihrer Printausgabe: „Arme Athleten – Auf Hartz-IV-Niveau für Deutschland“ http://www.faz.net/s/Rub9CD731D06F17450CB39BE001000DD173/Doc~E2817E5A51C90432AB8D0F7217624FA10~ATpl~Ecommon~Scontent.html – und läßt Top-Sprinter und Olympionike Till Helmke zu Wort kommen.

Eine Kampagne, die Welle macht – und in den Foren mancher Onlinemedien, wie etwa der Welt, bei den Leser-Kommentaren an Ironie und Sarkasmus zuweilen noch um Längen überboten wird: http://www.welt.de/sport/article5724414/Hungerlohn-statt-Reichtum-fuer-die-Weltmeister.html

Meine Meinung: Sportler werden ist nicht schwer, Sportler sein dagegen schon… – im Leistungssport. Doch da geht noch was auch für Athleten des paralympischen Sports: Sponsoren für Sportler. Weil nicht nur die Medaille zählt… Und überhaupt

Die Videoantwortder Stiftung Deutsche Sporthilfe auf ihrem neuen YouTube-Kanal: „Sporthilfe gibt’s nicht beim Arbeitsamt.“ Auskömmliche Jobs leider auch immer seltener: der Trend „geht zu 3-Euro-Sponsoren“, zu aktivem ehrenamtlichem Engagement  – und zur Fan-Community.

Wie? Ganz einfach: per Klick  hier http://www.facebook.com/group.php?gid=125964702610&ref=mf-

und natürlich mit zahlreichen Besuchen der Sport-Events.

Denn, ohne Fans keine Medien, ohne Medien keine Sponsoren. Ohne Sportler kein Spaß beim Sport: einer der schönsten Jobs der Welt – eigentlich…

Quelle: Video 1 Scholz & Friends on YouTube http://www.youtube.com/user/ScholzundFriends – wo die Autorin ihr Texterhandwerk gelernt hat.